Alles im Fluss!

18.04.2018

Seit der Wahl des amerikanischen Präsidenten hat sich auf der Weltbühne bekanntlich einiges verändert.

So fallen allgemein gültig geglaubte Gepflogenheiten und Richtlinien vermehrt dem Motto «America first» zum Opfer, indem unter Nutzung der herrschenden Macht­verhältnisse das Ausloten der eigenen Möglichkeiten zunehmend in den Vordergrund rückt. Dabei werden die neuen Kommunikationsmittel und das Spielen mit «Fake News» gezielt eingesetzt, um so die Gegenseite zu verunsichern bzw. die eigenen Positionen zu stärken.
Ähnliche Entwicklungen sind auch im Fleischmarkt zu beobachten, wenn es z. B. um das Aushandeln von Preisen geht. Wohl gibt es dabei Marktsegmente, in welchen die Zahlungsbereitschaft der Kunden für Argumente wie Herkunft, Regionalität und Tierwohl auch wirklich vorhanden ist. In der öffentlichen Wahrnehmung oft unterschätzt werden jedoch diejenigen Teilmärkte, in welchen der Preis und nur der Preis die entscheidende Rolle spielt und auch so gehandelt wird. Ebenso nimmt der Druck im Grenzverkehr stetig zu, sei dies im Zusammenhang mit neuen (Frei-)Handelsabkommen, aber auch dem meist einseitigen grenznahen Warenverkehr (Einkaufstourismus, Fleischschmuggel). Stark an Bedeutung gewinnt auch der Online-Handel, dessen Kombination mit dem stationären Handel wohl eine der viel­versprechendsten Optionen für die Zukunft darstellt.
Auch verbandsintern ist derzeit so einiges in Bewegung, naht doch der angekündigte Präsidentenwechsel am SFF-Verbandstag vom kommenden 6. Mai in Einsiedeln bereits mit grossen Schritten. Auch innerhalb der SFF-Geschäftsstelle gilt es, die schon kommunizierten personellen Veränderungen nun umzusetzen.
Die vorgenannten Beispiele auf den unterschiedlichen Ebenen zeigen, dass es wie in einem Fluss wohl kaum Sinn macht, sich gegen die Strömung zu stellen und damit gar zu hadern. Viel zielführender ist es, sich mit der Strömung zu bewegen, dabei aber dennoch selber für die Feinausrichtung besorgt zu sein. Übertragen auf das Geschäftsleben heisst dies, mit immer offenen Augen durchs Leben zu gehen, Bestehendes konstant zu hinterfragen und sich bei Bedarf entsprechend neu auszurichten. Wenn dies auch nicht immer einfach ist, so wünsche ich Ihnen und uns allen auf diesem Weg des ständigen Abwägens von Chancen und Risiken viel Mut und viel Erfolg!

Ruedi Hadorn, SFF-Direktor

 
 
 
 
Ruedi Hadorn, SFF-Direktor
 
 
 
 
 

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