MTI – keinesfalls unterschätzen!

22.06.2022

Laut Bundesrat kommt die Volksinitiative «Keine Massentierhaltung in der Schweiz» (Massentierhaltungsinitiative, MTI) am kommenden 25. September gemeinsam mit dem AHV-Gesetz, der AHV-Zusatzfinanzierung über die Mehrwertsteuer und dem Verrechnungssteuergesetz zur Abstimmung.

Diese besondere Kombination der Vorlagen lässt partei-ideologische Dynamiken beim Abstimmungsverhalten vermuten, die durchaus die Gefahr von unerwarteten Ergebnissen bergen und daher keinesfalls zu unterschätzen sind!

Besonders die MTI darf mit ihrem sehr populistisch anmutenden Titel nicht verkannt werden, hat doch niemand etwas gegen die Abschaffung der Massentierhaltung. Bei genauerer Betrachtung entpuppt sich die Vorlage jedoch als «Wolf im Schafspelz»: Die Initiative ist in sich widersprüchlich, gefährlich, praxisfremd, unnötig und fahrlässig (siehe Argumentarium auf Seite 5). Die Konsequenzen einer Annahme wären für unsere Branche wie auch für die breite Wirtschaft unseres Landes verheerend: Der gesamte systemrelevante Fleischsektor würde existenziell torpediert, die Produktion ins Ausland verschoben und unzählige Arbeitsplätze gefährdet. Umso wichtiger ist es daher, dass die gesamte Lebensmittelkette Fleisch ihre Kräfte bestmöglich bündelt und sich breit und dezidiert gegen die MTI einbringt!

Bereits in einer ersten Phase erfordert dies den unbedingten Einsatz jedes einzelnen SFF-Mitgliedes – sei dies in Form von persönlichen Statements und überzeugenden Gesprächen mit Bekannten und Kunden oder durch die Abgabe der vom SFF zur Verfügung gestellten Flyer im eigenen Geschäft (Bestellmöglichkeit auf Seite 5), durch finanzielle Unterstützung und anderes mehr.

Sodann wird es in der zweiten Phase von entscheidender Bedeutung sein, dass Sie, geschätzte Leserinnen und Leser, gemeinsam mit Ihren Ange­hörigen, Freunden, Bekannten und Kunden auch wirklich ein klares und wuchtiges NEIN in die Abstimmungsurnen legen. Jede Stimme wird entscheidend sein! Denn nebst der Ablehnung der unsäglichen Initiative ist es ebenso bedeutsam, dass das NEIN – den eidgenössischen Räten folgend – möglichst deutlich ausfällt und so die angestrebte Signalwirkung auch für die Zukunft erreicht. Wir zählen auf Sie!

Ivo Bischofberger, Präsident
Ruedi Hadorn, Direktor

 
 
 
 
 

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